Projekt Balg V.

17. März 2010

Endlich ist der linksdrehende Langlochbohrer da und die Rahmen können gebohrt und verleimt werden. Hier der Zwischenrahmen:

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Der obere Rahmen erfordert mit seinen Verstrebungen, auf die später vier Deckel aufgeschraubt werden, etwas mehr Aufwand. Nach dem Verleimen werden zusätzlich noch drei Querstreben aus Robinie aufgeschraubt.

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Die Sendung mit dem Strauss.

17. März 2010

Heute: Die Flechse.

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Unten die Flechse – eine sehr alte Fesselsehne von einem sehr alten Pferd. Und sie riecht so, dass Hunde töten würden, um sich ihrer zu bemächtigen. Oben links ein Stück der Sehne, das dann (Mitte) mit einem Hammer mürbe und breit geklopft wird, um dann (oben rechts) in schmale Streifen geschnitten zu werden.

Die weniger aufwändige Lösung: Gedrehtes Gedärm von der Rolle.

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Projekt Balg IV.

16. März 2010

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Es hat sich viel getan inzwischen: Rohe Bretter sind zugerichtet und gefügt, ausgehobelt und auf Maß gesät, kantengefräst und abgeschrägt, Äste ausgedübelt bzw. beledert, Risse ausgespänt und/oder geleimt bzw. beledert worden. Die so entstandenen Platten wurden paarweise durch Flechsen verbunden und beledert. Das Ergebnis ist oben zu sehen – die Falten des neuen zweifaltigen Balges (Das Gleiche gibts natürlich nochmal in lang.).

Kleine Verbindungskunde.

16. März 2010

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Jeweils zwei Faltenbretter sind an der Balginnenseite scharnierartig verbunden. Um bei Bewegung des „Scharniers“ Geräusche zu verhindern, wird um die Kante des unteren Brettes bis unter die Unterseite des oberen Brettes ein Lederstreifen („Knarrriemen“) geleimt. Nachdem in die gegenüberliegenden Kanten beider Bretter Löcher gebohrt wurden, leimt man dort hinein jeweils ein Ende eines Streifens Pferdefesselsehne („Flechse“) und befestigt beide Enden zusätzlich mit leimbestrichenen Holznägeln.

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Ist das geschehen, leimt man einen weiteren Lederstreifen („Unterriemen“) auf. Die Konturen des darunter liegenden Knarrriemens werden mit einem Holzspachtel nachgezogen.

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Den Abschluß bildet schließlich der so genannte Deckriemen. Auf der Innenseite des „Scharniers“ wird ein etwas schmalerer Deckriemen aufgeleimt.