Archiv für August 2009

Orgelsommer

Montag, 31. August 2009

In Pforzheim wird wie wild georgelt. Gestern durch Englands angeblich besten Organisten, Roger Sayer. Ich stell eben ein Bild von Orgel und St. Franziskuskirche bei Nacht ein. Drei von sechs Konzerten sind gelaufen. Mir haben z.B. die Kompositionen von Frank Bridge (Adagio E-Dur aus „Three Organ Pieces“) und auch die von Sigfrid Karg-Elert (Hommage á Handel op. 75/II) gut gefallen. Das Instrument in der genannten Kirche ist sehr facettenreich. Das scheint es leicht zu machen, gute Organisten einzuladen. Sie spielen gern darauf. Bisher beobachtet: Manche blättern gern selbst um, mache lassen sich umblättern. Roger Sayer dirigierte noch dazu mit der Hand, wenn nur eine mit dem Spiel beschäftigt war. Den Organisten erwarten hier vier Manuale! und eine Pedal. Und oft gibt es Soli fürs Pedal. Wow! Dann wird allein mit den Füßen schon ein Heidenlärm gemacht.

Felix.

Samstag, 29. August 2009

Gestatten – Felix.

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Mit ihm werde ich künftig an jedem zweiten Wochenende etwas Zeit verbringen. Das geht so: Zuerst krabbele ich ihm mit einem äußerst vielzinkigen Metallgegenstand den Rücken. Dann darf er eine ganze Weile meine Bandscheiben durchschütteln. Um dem etwas entgegen zu wirken, hat man den Leichttrab erfunden. Bin grade dabei, ihn zu erlernen.

Ohne Worte.

Mittwoch, 19. August 2009

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Wandern im Schwarzwald

Samstag, 15. August 2009

Wenn ihr mal hier wäret und wenn ihr dann mal nach Ottenhöfen (süd-westlich von Karlsruhe) fahren würdet, dann würdet ihr euch freuen dürfen. „Total schön hier“ lautet meine SMS nach der Ankunft. Man kommt auf der Hinfahrt durch Täler mit malerischen Weinbergen. Und wenn man dann vor lauter Schwelgerei erst mal eine Toilette braucht, findet sich im Ort eine kostenlose, damit nicht jeder in den Wald pinkelt. Denn zum Pinkeln kann einem angesichts der Wasserfälle am Edelfrauengrab schon werden. Da ergießt sich der Gottschlägbach über eine Höhe von 100 Metern gestuft ins Tal. Ganz nah vorbei führt eine Treppe. Was es mit der Edelfrau auf sich hat, müsst ihr selbst herausfinden.

Nachher wandert man so vor sich hin, bis man auf die Hausbar der Familie Schmälzle stößt. Coole Sache, die! Man kann Fanta, Cola oder einen der vielen Obstbrandtweine trinken. Die Preisliste sagt, was man (freiwillig) dafür zu löhnen hat. Durch die Hausbar rinnt immerzu Quellwasser, das die Getränke schön kühl hält.

Zu viel sollte man nicht trinken. Denn jetzt geht es auf den „Karlsruher Grat“, auf dem man trittsicher sein sollte. Für Kinder eine tolle Möglichkeit, ihre Kletterkünste unter Beweis zu stellen. Und es bietet sich ein wunderbarer Ausblick in die Gegend aus 750 Metern Höhe.

Beeindruckt war ich außerdem von den südländischen Pflanzen vor Ort: Esskastanien (Bild), Stechpalmen und Douglasien (Letztere wurde dort vom Mensch angesiedelt). Viel Ginster. Tolle Buchen. – Den Bauch konnte ich mir mit Zwetschgen, Blaubeeren, Him- und Brombeeren, Äpfeln und Eberesche füllen. Am Himmel schrien die Greife und einen Kolkrabe habe ich auch gesichtet. Auf der Tour bin ich an einem Freitag vier Stunden unterwegs gewesen – und andere Leute mit mir. Ich schätze, dass am Wochenende noch wesentlich mehr los ist. Aber das sollte euch nicht abhalten, denn es ist „total schön hier“:)