Liebe Doch-wieder-mal-Gucker, schon lange war es mir ein Herzenswunsch über meine allerbesten Freunde zu berichten: meine Pflanzen. Wie haben die den Umzug überstanden? Naja, nur mit zähestem Überlebenswillen bei etlichen Minusgraden. Denn als ich die Mercedes-Sprinter ausgeliehen hatte und zum Umzug alle verfügbaren Freunde zusammengerufen hatte, fror es. Wir hatten Glück und es fiel kein Schnee. Aber es war knackig kalt. Meine noch grünen Freunde waren geschockt…

… dieser Frost … sowas hatten meine Pflanzen noch nicht erlebt …
Nach der Ankunft standen sie lange traumatisiert herum. Ihre Chef-Therapeutin hatte keine Zeit für sie. Und wenn sie einander betrachteten, wurden sie nur noch trübsinniger, als sie es eh schon waren.

Diese quirlige Dame hat sich viele Haare ausgerauft.

Die Kastanie vermochte ihr keinen Trost zu spenden. (Was auch räumlich schwer war, denn die eine steht im Schlafzimmer, die andere im Wohnzimmer.)

Andere konnten sich denn doch mit einer belebten Straße anfreunden, auf die sie täglich schauen dürfen.

Und noch andere sind erstmal gänzlich eingegangen, um es dann aufs Neue zu wagen.
Euch aber flüstere ich, dass ich in meiner Enttäuschung dann heimlich, klamm und leise in der Küche…

… gut, ich glaube, ihr versteht …
Und so wünsche ich euch und euren Pflanzen eine schöne Frühlingszeit. Vor meiner Tür stehen eine ganze Latte von Frühblühern: Winterlinge, Schneeglöckchen und Märzenbecher.





